Neubau der Talbrücke Heidingsfeld bei Würzburg

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Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A3 zwischen Aschaffenburg und Nürnberg wird derzeit auch die Talbrücke Heidingsfeld erneuert. Im Hinblick auf die besondere Bedeutung des Bauwerks hatte die Autobahndirektion Nordbayern 2010 einen Gestaltungswettbewerb ausgelobt. Auf Basis der beiden zweitplatzierten Einreichungen wurde ein weiterer Entwurf für den Neubau erstellt: Eine Stahlverbundkonstruktion mit zwei getrennten Überbauten für die beiden Fahrtrichtungen. Die 630 m lange Brücke, die aus sieben Feldern mit Stützweiten von 53 bis 120 m besteht, ist auf bis zu 60 m langen Großbohrpfählen gegründet. Für die - aufgrund der schwierigen Baugrundverhältnisse erforderliche - große Länge der Pfähle war die Stabilität des Bohrpfahlbetons ein wesentliches Merkmal; verwendet wurde daher ein Beton der Festigkeitsklasse C30/37 aus einem CEM II/A-S 42,5 N. Ergänzend wurde die Filterstabilität des Betons unter Druck mit der "Bauer Filterpresse" beurteilt. Wegen der sehr hohen Anforderungen an die Betonoberfläche und zur Reduzierung von Temperaturspannungen im Bauteil wurde für die Pfeiler ein CEM III/B 42,5 N-LH/SR eingesetzt. Dabei wurde der frühestmögliche Zeitpunkt zum Versetzen der Kletterschalung sowie die notwendige Nachbehandlungsdauer mit einem Reifecomputer bestimmt. Der Überbau der Brücke wird im Taktschiebeverfahren errichtet.

Autor:
Wolfgang Hemrich, Schwenk Zement KG, Anwendungstechnik Karlstadt, Laudenbacher Weg 5, 97753 Karlstadt, hemrich.wolfgang@schwenk.de

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