Bauwerk der Rekorde - Der Testturm in Rottweil

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Die Firma thyssenkrupp baute bei Rottweil einen 246 m hohen Testturm zur Erprobung eines innovativen, seillosen Aufzugsystems. Weithin sichtbar, sorgt eine spiralförmige Membranverkleidung des Bauwerks für eine unverwechselbare Optik. Nach seiner Fertigstellung verfügt der Turm auf einer Höhe von 232 m über die höchste, öffentlich zugängliche Aussichtsplattform in Deutschland. Der Kern des Turms besteht aus Beton, an den aufgrund der Höhe und der Einbausituation hohe Anforderungen gestellt wurden. Eingebaut wurden, je nach Abschnitt, unterschiedliche und zum Teil hohe Betonfestigkeitsklassen in Gleitbauweise. Die extremen hochsommerlichen Temperaturen sowie die geforderte kurze Einbauzeit erschwerten das Vorhaben. Die hohen Pumpwege für den Beton stellten ebenfalls eine nicht alltägliche Herausforderung dar. Nach mehreren Vorversuchen fiel für die Betonzusammensetzung die Wahl auf einen CEM II/B-M (T-LL) 42,5 N. Der Portlandkompositzement wies für das Bauvorhaben in Gleitbauweise ein optimales Verarbeitungs-, Ansteif- und Abbindeverhalten auf.

Autoren:
Horst Erler, Produktmanager, Holcim (Süddeutschland) GmbH, Dormettinger Straße 23, 72359 Dotternhausen, horst.erler@lafargeholcim.com
Dr. Werner Remarque, Customer Solutions, Holcim WestZement GmbH, Im Karrenberg 36, 44329 Dortmund, werner.remarque@lafargeholcim.com

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