Neubau der Nijmegener Promenadenbrücke im Rahmen des I-Lent-Projekts
Fallen und wieder aufstehen: Betonieren und Glätten an 27° Gefälle waren eine Herausforderung

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Im Zuge des niederländischen Flussrenaturierungsprogramms "Ruimte voor de Rivier" wird seit der Verlegung des Deiches ein Nebenarm des Flusses Waal durch die Stadt Nijmegen geführt. Um die dabei neu geschaffene Halbinsel mit der Altstadt zu verbinden, wurde eine Promenadenbrücke mit dem Namen "de Lentloper" gebaut. Die Betonbrücke ist 220 m lang und verfügt sowohl über eine Fahrbahn für den motorisierten Verkehr als auch über zwei seitlich gelegene Fuß- und Radwege, die wie eine Promenade Platz zum Radfahren, Spazierengehen und Ausruhen bieten. Eine besondere betontechnologische Herausforderung bei der Herstellung des Ortbetonbauwerks war es, die schräge Fläche zu betonieren, welche die oberhalb gelegene Fahrbahn mit den Fuß- und Radwegen verbindet. Die Steigung von teilweise bis zu 27° erforderte mehrere Versuche hinsichtlich der optimalen Betonzusammensetzung, die jedoch zielsicher eingestellt werden konnte. Zwecks Verdichtung des an den Steigungen eingebauten Betons konstruierte das ausführende Unternehmen eigens eine sogenannte "Schlittenrolle", mit der die besten Ergebnisse erzielt wurden. Aus ästhetischen Gesichtspunkten kam eine spezielle Unterschalung mit einem hohen Glanzgrad zum Einsatz, so dass sich die Wasseroberfläche des Flusses nun im glatten Beton der Brückenunterseite spiegelt.

Autoren:
Richard Giesen, Projektmanager, Cementbouw Betonmortel, Zuiderhavenweg 44, 4004 JJ Tiel / Niederlande, r.giesen@cementbouw.nl
Edwin van Groeningen, Projektleiter i-Lent, Combinatie Dura Vermeer – Ploegam, Griftdijk Zuid 3, Postbus 20, 6663 ZG Lent / Niederlande, e.v.groeningen@duravermeer.nl
Dr. Werner Remarque, Customer Solutions, Holcim WestZement GmbH, Im Karrenberg 36, 44329 Dortmund, werner.remarque@lafargeholcim.com

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