Energieeffizientes Bauen mit Beton
Exemplarische Ausführung eines Wohnhauses

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Nicht nur im Hinblick auf stetig steigende Energiekosten für Strom, Öl, Gas, Pellets oder andere Brennstoffe spielt die Energieeffizienz im Wohnungsbau eine immer wichtigere Rolle. Derzeit ist etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland auf den Immobilienbereich zurückzuführen, der größte Anteil betrifft dabei die Beheizung der Gebäude. Ältere Bestandsgebäude auf eine hohe Energieeffizienz umzubauen, ist jedoch mit sehr hohem Aufwand verbunden und stößt oft an die Grenzen des Machbaren. Außerdem entsprechen die Instandsetzungskosten oft nahezu denen eines Neubaus.

Den Anforderungen an eine langfristig möglichst hohe Energieeffizienz von neu gebautem Wohnraum entspricht am ehesten das sogenannte Passivhaus, das einen Heizwärmeverbrauch von höchstens 15 kWh/(m²a) aufweist. Um diesen Standard zu erreichen und die Kriterien des Passivhauskonzepts zu erfüllen, sind verschiedene Maßnahmen im Bereich von Gebäudeausrichtung, Dämmung, Dichtheit und Lüftung zwingend notwendig. Besonders im Hinblick auf die Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile, aber auch wegen seiner Variabilität und Leistungsfähigkeit eignet sich hier Beton als Baustoff hervorragend, insbesondere wenn er mit CEM II- und CEM III-Zementen hergestellt wird.

Der Beitrag berichtet über den Bau eines Wohnhauses in Ulm, welches auf den Grundlagen des Passivhausstandards gebaut wurde: Es produziert in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage über das Jahr gesehen mehr Energie, als es verbraucht. Der Baustoff Beton spielte bei der Konzeption des Gebäudes eine entscheidende Rolle.

Autoren:
Werner Rothenbacher, Schwenk Zement KG, Hindenburgring 15, 89077 Ulm, rothenbacher.werner@schwenk.de

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