Neubau eines Stahlbetonschornsteins im Gleitbauverfahren mit Hochofenzementen

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Bei der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) in Duisburg-Huckingen war im Zuge der Erweiterung der Kokerei in den Jahren 2011 bis 2013 auch der Bau eines Schornsteins erforderlich. Der neue Schornstein dient zur Abfuhr der heißen Rauchgase des Beheizungssystems im neuen Batterieblock, die dem Schornstein über einen Abhitzekanal zugeführt werden. Die planerischen Anforderungen zur Herstellung des Stahlbetonschornsteins waren an zahlreiche Randbedingungen geknüpft, u. a. wurde die Ausführung des Gleitbauverfahrens mit Hochofenzement vorgeschrieben. Beim Abhitzekanal und Schornsteinfundament musste bei der Auswahl der Ausgangsstoffe für den Beton vor allem die zu erwartende hohe Beanspruchung aus Temperatur und chemischem Angriff berücksichtigt werden. Bei zahlreichen Temperaturbelastungsvorversuchen hatte sich gezeigt, dass Betone bei Verwendung von Basalt als grober Gesteinskörnung eine hohe Temperaturbeständigkeit aufweisen. Um die gewünschte kurze Bauzeit zu ermöglichen, lag bei der Auswahl der Zusammensetzungen des Gleitbetons für den Schornstein der Fokus auf einem sehr schnellen Gleitfortschritt. Aufgrund der schnellen Reaktion des Betons mit Hochofenzement konnte eine hohe Gleitgeschwindigkeit erzielt werden. So war es möglich, die ursprünglich geplante Gleitzeit für den Bau des Schornsteinschafts von 37 Tagen auf 30 Tage zu verkürzen.

Autoren:
Dipl.-Ing. Klaus Lehmann, FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V., Bliersheimer Str. 62, 47229 Duisburg, k.lehmann@fehs.de
Dipl.-Ing. Klaus Bußmann, FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V., Bliersheimer Str. 62, 47229 Duisburg, k.bussmann@fehs.de
Dipl.-Ing. Detlev Damann, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Ehinger Straße 200, 47259 Duisburg, detlev.damann@hkm.de

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