Kläranlagen-Beton mit erhöhtem Säurewiderstand

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Durch Abwässer kann unter ungünstigen Umständen ein sehr starker chemischer Angriff auf den Beton in Kläranlagen sowie geschlossenen Abwasserleitungen und -kanälen auftreten. Für derartige Fälle wurde der Angriffsgrad XBSK (BSK Biogene Schwefelkorrosion) eingeführt, der über den höchsten in der DIN EN 1992 eingeführten Angriffsgrad XA3 hinaus geht. Seit einigen Jahren kommen im Abwasserbereich bei starkem chemischem Angriff (XA3 und darüber hinaus) sogenannte ESW-Betone (Betone mit erhöhtem Säurewiderstand) zum Einsatz, die ohne Beschichtung oder Auskleidung einen ausreichenden Widerstand gegenüber den angreifenden Stoffen sicherstellen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Spezialbetone ist, dass sie bei sorgfältiger Planung die meist schwer zugänglich im Erdreich liegenden Bauteile dauerhaft und zuverlässig vor entsprechenden Schäden schützen und so aufwendige Instandsetzungen vermeiden. Die Herstellung robuster ESW-Betone in Transportbetonwerken vereinfacht deren Anwendung und Verbreitung. Beim Einsatz im Klärwerk Potsdam wurde deutlich, dass die geforderten Qualitätsmerkmale auf der Baustelle eingehalten werden können und auch bei zeitweise schwierigen Umgebungsbedingungen eine gute Verarbeitbarkeit gegeben ist.

Autoren:
Ulrich Starkmann, CEMEX Deutschland AG, Im Karrenberg 36, 44329 Dortmund, ulrich.starkmann@cemex.com
Peter Lyhs, CEMEX Deutschland AG, Theodorstraße 178; 40472 Düsseldorf, peter.lyhs@cemex.com

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