Bau des Tunnels Reitersberg

Bauausführung und Besonderheiten

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Von Wolfgang Hemrich, Ulm, und Niklas Hirche, München

Der 2.975 Meter lange Tunnel Reitersberg ist Teil der Schienen-Schnellbahnstrecke Nürnberg-Erfurt, welche im Bundesverkehrswegeplan als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Schiene Nr. 8.1 geführt wird. Aufgefahren wurde der Tunnel gleichzeitig von zwei Seiten, wobei die Sicherung der Vortriebsarbeiten in Spritzbetonbauweise erfolgte. Erstmalig in Deutschland kam hierbei eine Sohlbrücke zum Einsatz, die es ermöglichte, unterhalb der Brücke alle Arbeiten für die Herstellung des Sohlgewölbes der Tunnelröhre durchzuführen und gleichzeitig über die Brücke alle Transporte für die Ver- und Entsorgung der Vortriebsarbeiten zu gewährleisten. Der Spritzbeton für den Reitersbergtunnel wurde im Nassspritzverfahren eingebracht. Die Anforderungen an den Beton – wie zum Beispiel eine Reduzierung der Rissneigung, eine moderate Festigkeitsentwicklung mit einer niedrigen Hydratationswärmeentwicklung sowie eine ausreichende Ausschalfestigkeit nach 12 h – konnten durch den Einsatz eines CEM II/ A-S 52,5 R zielsicher erreicht werden.

Autoren:
Wolfgang Hemrich, Schwenk Zement KG, Anwendungstechnik, Hindenburgring 15, 89077 Ulm, hemrich.wolfgang@schwenk.de
Niklas Hirche, Alfred Kunz Untertagebau, Projektleiter der ARGE Rödental - Reitersbergtunnel, Frankfurter Ring 213, 80807 München, hirche@kunz-gmbh.de

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