Hochleistungsbetone mit erhöhtem Säurewiderstand für den Kühlturmbau

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Beim Betrieb von Kühltürmen mit Abgaseinleitung sind die Kühlturminnenflächen einem sehr starken chemischen Angriff ausgesetzt. In der Vergangenheit wurden diese Flächen mit sehr großem Kostenaufwand beschichtet. In den letzten Jahren versucht man auf Beschichtungen zu verzichten, indem man Hochleistungsbetone mit erhöhtem Säurewiderstand einsetzt. In Laborversuchen muss dieser erhöhte Säurewiderstand an Betonen nachgewiesen werden. Dafür wurde ein Prüfstand entwickelt, in dem sowohl Mörtel- als auch Betonproben entsprechend untersucht werden können. Die Proben rotieren dabei in einem Säurebad, wobei entweder sechs Mörtelprüfkörper oder vier Betonprüfkörper mit jeweils zwei unterschiedlichen Oberflächenbeanspruchungen gleichzeitig geprüft werden können. Die Beurteilung des Säurewiderstands erfolgt mit Hilfe von Licht- und Rasterelektronenmikroskopie. Am Beispiel unterschiedlicher Betonzusammensetzungen wird nachgewiesen, dass der Einsatz von Hochofenzement in Verbindung mit Flugaschen unterschiedlicher Feinheiten zu einem Beton führt, der einen vergleichbaren bzw. auch einen höheren Säurewiderstand aufweist als ein Beton mit Portlandzement, der bereits erfolgreich beim Bau eines Kühlturms eingesetzt wurde.

Autoren: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Lohaus, Leibnitz-Universität Hannover, Appelstraße 9A, 30167 Hannover, lohaus@baustoffe.uni-hannover.de
Dr.-Ing. Lasse Petersen, LPI Ingenieurgesellschaft mbH Prof. Lohaus – Dr. Petersen, Nienburger Straße 5, 30167 Hannover, petersen@lpi-ing.de

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